Materialkonditionierung zur Verarbeitung mineralischer Werkstoffe und Poylmere im Weltraum

 Im Teilprojekt B „Materialkonditionierung zur Verarbeitung mineralischer Werkstoffe und Polymere im Weltraum“ wird eine Fertigungskette für die Regolithsimulanten TUBS-M (für mare Gebiete) und TUBS-T (für terrae Gebeite) entwickelt. Diese wird zuerst im Labormaßstab getestet und dann auf größere Mengen hochskaliert. Die Regoliothsimulanten werden mittels eines Baukastenprinzips hergestellt. Dazu wird im ersten Schritt irdisches Rohmaterial, welches in seiner chemischen Zusammensetzung dem mare bzw terrae Material ähnelt, abgebaut. Das abgebaute Material wird dann nach speziellen Prozessen zerkleinert, sodass die Form der Partikel möglichst scharfkantig ist. Anschließend wird das erhaltene Pulver gesiebt, um verschiedene Fraktionen zu erhalten. Diese Fraktionen bilden zusammen mit weiteren Additiven den Baukasten. Wenn man nun Regolithsimulanten für eine bestimmte Stelle auf dem Mond haben möchte, werden die nötigen Teile des Baukastens entsprechend den Analysedaten der Stelle auf dem Mond gemischt. So kann man jede beliebige Stelle auf der Mondoberfläche mit dem angepassten TUBS-M und TUBS-T simulieren.

Vereinfachte Darstellung des Herstellungsprozesses und des resultierenden Baukastenprinzips der Regolithsimulanten TUBS-M und TUBS-T

Neben der Herstellung und Untersuchung der Regolithsimulanten, ist auch die Herstellung von Hybridmaterialien aus Pulvern und Poylmeren Teil des Teilprojektes B. Dafür sollen die in TP C ausgewählten Polymermaterialen mit den Regolithsimulanten gemischt und anschließend untersucht werden.

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