Institut für Raumfahrtsysteme, TU Braunschweig


Das Institut für Raumfahrtsysteme wird seit 2014 von Prof. Dr.-Ing. Enrico Stoll geleitet. Es hat 23 wissenschaftliche und fünf technische Mitarbeiter. Die Forschung gliedert sich in vier Arbeitsgruppen: die AG Raumfahrtrückstände, die AG Satellitentechnik und Satellitenbetrieb, die AG Kultur und Raumfahrt, sowie die AG Explorations- und Antriebssysteme.

 

3D4Space ist in der AG Explorations- und Antriebssysteme angesiedelt. Diese AG hat vier Mitarbeiter und wurde im April 2017 gegründet. Die Tätigkeits- und Forschungsschwerpunkte der Arbeitsgruppe sind: 

  • Antriebe für Kleinsatelliten und Raumsonden: Untersuchung und Entwicklung innovativer Antriebskonzepte für kostengünstige und flexible CubeSat-Missionen über den niedrigen Erdorbit hinaus.
  • Nutzung lokaler Ressourcen: Die Nutzung von Rohstoffen vor Ort ermöglicht eine deutliche Senkung von Transportkosten und einen flexiblen Ausbau von Infrastrukturen ohne Nachschubbedarf von der Erde. Wir entwickeln hierfür Prozesse und Technologien wie Verfahren zur additiven Fertigung von Strukturen aus Mondregolith und zur Nutzbarmachung weiterer vorhandener Ressourcen wie Metallen und Wasser.   
  • Lunar Science: Entwicklung von Konzepten für leistungsfähige und kostengünstige Forschungsmissionen. Diese bauen auf den Resultaten zur Nutzung lokaler Rohstoffe und innovativer Antriebskonzepte auf.

Die Aktivitäten sind eingebunden in die weiteren Arbeitsbereiche des Institutes sowie in nationale und internationale Forschungsvorhaben. Dadurch wird eine aktive Rolle bei der Mitgestaltung der Strategie der zukünftigen Weltraumexploration erreicht und die Identifikation aktueller Forschungsthemen ermöglicht.

Das Institut für Raumfahrtsysteme leitet den Innovationsverbund 3D4Space. Wir beschäftigen uns in Teilprojekt A „Autonome und robuste robotische Systeme“ mit der Missionsanalyse für eine Mondmission zum Aufbau einer Mondbasis. Außerdem entwickeln wir Komponenten und Subsysteme für robotische Systeme. Das beinhaltet zum Beispiel die Entwicklung eine „Single Wheel Testbeds“, mit dem wir die Interaktion von Rädern mit Regolith untersuchen.

Des Weiteren leiten wir Teilprojekt G „Demonstrator- und Technologietests“, in dem wir zusammen mit dem Institut für Partikeltechnik und dem Institut für Konstruktionstechnik die entwickelten Technoligen testen. Das umfasst die Regolithsimulanten TUBS-M und TUBS-T, den Rover-Arm-Demonstrator MIRA3D, sowie einen 3D-Druckkopf für das Verarbeiten von lunarem Regolith mit dem so genannten Powder Feed - Fused Deposition Modeling.

       

                                  MIRAD3D                                                                                             Das single wheel testbed

 

Mitarbeiter:

Simon Stapperfend

Stefan Linke

Anna Voss

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